Rundbrief               DEZEMBER 1999

Aufbruch in ein neues Jahrtausend

Die neue große Versammlungshalle, die im Friedensdorf bisher sehr gefehlt hat, steht nun in der Nähe des Dorfeingangs. Sie hat die Form eines großen Zeltes. Beduinen leben in Zelten. In biblischer Zeit wohnten Abraham und seine Söhne darin, die Stammväter der Juden und Araber, die sich heute um das Land streiten. Nach der von der Bibel und vom Koran gestützten Überlieferung stammen die Juden von Isaak, die Araber von Ismael. Die Bibel berichtet, daß bei-de ihren Vater Abraham gemeinsam in der Höhle Machpela begruben. (Gen 25).

Das Zelt ist ein Symbol der Wanderschaft. Beim Aufbruch in das nächste Jahrtausend herrscht bei vielen Menschen Unsicherheit, ja auch Angst. Im Alten und Neuen Testament gibt es eine Zusage, die uns die Angst nehmen soll. Gott, der Herr der Welt, wohnt bei den Menschen im Zelt und begleitet sie auf der Wanderschaft in die ungewisse Zukunft.

Die Menschen im Heiligen Land blicken voll Erwartung aber auch voller Ängste in die Zukunft. Wird es bald Frieden zwischen beiden Völkern geben? Werden die Palästinenser endlich einen Staat erhalten, der nicht durch jüdische Siedlungen hoffnungslos zerstückelt ist, sondern seinen Menschen eine friedliche und auch wirtschaftlich sichere Entwicklung gewähren kann?

„Steht Israel vor einem Bruderkrieg?" war eine der Fragen, die in den israelischen Medien am 4.Jahrestag der Ermordung von Ministerpräsident Rabin im November 1995 diskutiert wurden. Auch für die Zukunft wurden ähnliche Taten von fanatischen Gegnern des Friedensprozesses befürchtet, doch sei die Mehrzahl der Bevölkerung Israels inzwischen für den Frieden. Allzulange hat das Gefühl bedroht zu sein, in Kriegen und ständiger Kriegsgefahr zu leben, die Mentalität der Israelis bestimmt.

„Die israelisch-jüdische Identität unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Beispielen der Identität von Mehrheitsgruppen. Der Grund dafür ist der Holocaust. Obwohl die Juden seit 50 Jahren eine Mehrheitsgruppe sind, sehen sie sich immer noch als Opfer. Die tiefsitzende Überzeugung, daß sich das nie wiederholen darf, hat eine militaristische Gesellschaft hervorgebracht. Wir sehen heute, wie schwer es ist, unsere Kultur von einer Kriegs- zu einer Friedenskultur zu entwickeln." sagte Nava Sonnenschein in Bendorf.

Wenn der Druck von außen wegfalle, fürchtet man, daß innere Auseinandersetzungen im Volk zunehmen, z.B. zwischen den Religiösen und den sog. Weltlichen. Die sitzen zwar jetzt gemeinsam in der Regierung Baraks, sind aber in wesentlichen Fragen total gegensätzlicher Meinung. Barak will den Friedensprozeß vollenden, nationalreligiöse Minister erklären, daß Oslo ein Fehler sei und revidiert werden müsse. Sie betonen den Vorrang des Landes, das heilig sei und das man nicht hergeben dürfe, die anderen den des Staates und der Demokratie. Erez Israel gegen Medinat Israel.

Erziehung zur Toleranz, zum inneren Frieden unter den Menschen in diesem Land, sowohl zwischen Juden und Palästinensern als auch innerhalb der beiden Völker, ist das Gebot der Stunde. Die Friedensschule und die Schule der Kinder im Friedensdorf zeigen den Weg und arbeiten dafür. Wir wollen sie auf diesem Weg mit unserer Sympathie begleiten und nach Kräften unterstützen.

Allen Lesern wünsche ich frohe Feiertage und einen guten Aufbruch in das neue Jahrtausend. Ihr H.Sieben

Kurs für palästinensische und israelische
Geschichtslehrer in der Friedensschule

Seit 1997 führt die Friedensschule (SFP) gemeinsam mit dem Palästinensischen Zentrum für Frieden und Demokratie in Ramallah (PCPD) Kurse für Geschichtslehrer durch. Die israelischen Lehrer wurden von verschiedenen Schulen entsandt, ihre palästinensischen Kollegen kommen auf persönliche Einladung durch das PCPD, da die Palästinensische Verwaltung den Schulen nicht erlaubt, Begegnungen zu arrangieren.

Der neue Kurs mit 16 israelischen und 15 palästinensischen Teilnehmern begann am 16.9.1999 und findet in insgesamt 3 Begegnungen und einem uninationalen Treffen von jeweils eineinhalb Tagen in Neve Shalom/ Wahat al Salam, Ramallah und Ostjerusalem statt.

In Israel ist zur Zeit eine heftige Diskussion über den Geschichtsunterricht im Gange. Bisher wurde israelische Geschichte getrennt von der Weltgeschichte unterrichtet. Sie schilderte die Entwicklung des Staates Israel im Kampf gegen feindliche Nachbarschaft. ..Das jüdische Volk, das aus der Asche des Holocaust in seine Heimat zurückkehrte, mußte sich gegen unglaubliche Widerstände durchsetzen um einen modernen demokratischen Staat aufzubauen. Den Palästinensern, die hier lebten, war eine faire Teilung des Landes angeboten worden. Da sie dies mit Krieg abgelehnt hatten, trugen sie selbst die Verantwortung für die tragischen Folgen für ihr Volk....

Diese Sicht trug einst zum Aufbau eines nationalen Ethos bei. Heute, da Israel sich an seine Nachbarn anzunähern sucht, fragt man, ob eine objektivere Darstellung der Tatsachen nicht angebrachter wäre, die auch die Sicht der anderen Seite in Betracht zieht.

Auf palästinensischer Seite folgen die Schulen immer noch jordanischen und ägyptischen Curricula, die von den Israelis überarbeitet wurden. In ihnen war jeder Hinweis auf die Palästinenser als Volk verboten. Landkarten waren entsprechend präpariert. Nun, da Palästina als Staat und Nation entsteht, sind neue Curricula und Texte in Arbeit, aber noch nicht in Gebrauch. Wegen der strikten Kontrolle durch die Israelis wurde Geschichte von Kunst- und Religionslehrern nebenbei behandelt. Sie mußten sich strikt ans Buch halten.

Beide Völker unterscheiden sich in ihrer Entwicklung. Palästina ist als Staat erst im Entstehen, da hat man noch nicht so viel Zeit für Selbstkritik. Israel hat gerade seinen 50.Geburtstag gefeiert, man schaut zurück und tut das auch kritisch.

Die Lehrer, die aus Israel zu dem Kurs kamen, waren offen für die Sicht der „neuen Historiker", waren bereit, sich mit den anderen zu verständigen, meinten aber, sie bräuchten ihre Meinung dabei nicht sehr zu ändern. Doch bald zeigten sich die sehr unterschiedlichen Erwartungen der beiden Gruppen, die zu Spannungen und Enttäuschungen führten. Die Palästinenser erwarteten ein Schuldbekenntnis der Israelis, diese wollten nur die Geschichtsbetrachtung der palästinensichen Seite mit der eigenen vergleichen. Die Israelis waren schockiert, als ein Teilnehmer die Geschichte des Zionismus als einen andauernden imperialistischen Prozeß des Landraubes bezeichnete. Für sie ist die heutige Siedlungstätigkeit in den besetzten Gebieten außerhalb des nationalen Konsensus, für die Palästinenser nur eine Fortsetzung des gewohnten zionistischen Verfahrens der Aneignung von Land.

Die beiden Leiter von SFP und PCPD hielten es für gut, daß die Argumente, die weh tun, gleich so offen herauskamen. Sie sind überzeugt, daß dieser Kurs ebenso erfolgreich sein wird, wie die beiden vorangegangen.

Neve Shalom/Wahat al Salam im israelischen Fernsehen

Zum Gedenken an den vor 4 Jahren ermordeten Premierminister Rabin widmete das landesweit ausgestrahlte Tevel Cable TV eine Woche dem Thema Toleranz. Ein Programm stellte das Friedensdorf vor. Dort fand dann auch die Podiumsdiskussion zum Abschluß der Woche statt. Oberhalb des Gästehauses war ein komplettes TV-Studio aufgebaut, wo Rayek Rizek, Sekretär des Friedensdorfs, Juli Tamir, Minister für Integration der Einwanderer, und Professor Dr. Azariah, Universität Haifa, mit der Moderatorin diskutierten. Filmbeiträge über die Friedensarbeit des Dorfes illustrierten die Diskussion als Beispiele der Toleranz.

Wahl des Sekretariats

Am 4.10.1999 wurde Rayek Rizek für das dritte Jahr als Sekretär wiedergewählt, neu im Sekretariat sind: Daoud Boulos, Eti Edlund, Dorit Shippin, Hezi Shuster und Michal Zak. Sie vertreten alle Abteilungen des Dorfes.

Die zweisprachige Schule hat Zulauf

Hebräisch und Arabisch sind in ihr gleichberechtigte Sprachen, die Kultur und Geschichte beider Völker wird mit gleicher Achtung behandelt. Für dieses Schuljahr gab es über 70 Anmeldungen von jüdischen und arabischen Erstklässlern aus dem Dorf und der Umgebung, nur 48 konnten genommen werden. Damit auch in den kommenden Jahren Platz für die nun zweiklassig geführten Jahrgangsstufen ist, müssen weitere Klassenräume errichtet werden. Auf Verlangen des Bezirks, der zum Teil den Transport der Schüler übernommen hat, mußte gerade eine neue Zufahrtsstraße für die Schulbusse zur Schule gebaut werden.

50 Jahre Israel – 50 Jahre Bundesrepublik Deutschland
 – Minderheiten dort und hier"

An der Jahrestagung in Bendorf vom 3.-5.9.1999 nahmen über 70 Freunde aus ganz Deutschland teil.

Als erste sprach Frau Professorin Dr.Susanne Miller, Bonn, über „50 Jahre Bundesrepublik Deutschland". Als Historikerin schätze sie Hedwig-Dransfeld, nach der das Tagungshaus genannt ist, als sehr verdienstvolle, couragierte Politikerin besonders. Z.B. habe sie als einzige Abgeordnete des Zentrums bei der Verabschiedung der Reichsverfassung in Weimar gegen die Todesstrafe gestimmt.

Susanne Miller war 1946 mit ihrem Mann aus dem Exil in England gekommen, um beim Aufbau eines demokratischen Deutschlands zu helfen und soziale, demokratische und humanistische Werte in der Gesellschaft wiederzubeleben. Damals konnten viele nicht verstehen, warum sie aus London, wo alles zu haben war, nach Köln kam, wo es an allem mangelte. Doch sie, ihr Mann und andere Emigranten spürten in sich den Auftrag, nach dem Zusammenbruch des NS-Unrechtsystems und dem Ende der von Deutschen im Kriege verübten Verbrechen ein neues, anderes Deutschland aufzubauen. Damals hätte man fast gar nicht über die gerade überwundene Schreckenszeit gesprochen. Erst die 68er haben Fragen gestellt und Antworten gefordert. Trotz der schrecklichen Erlebnisse dieses Jahrhunderts ist Frau Miller optimistisch, daß Demokratie und Toleranz sich durchsetzen können, wenn Menschen sich dafür genug einsetzen.

Nava Sonnenschein, die Leiterin der Friedensschule von Neve Shalom/ Wahat al Salam, sprach über „Wie sehen jüdische Israelis ihre nichtjüdischen Mitbürger – Erfahrungen aus der Friedensschule". Sie sagte, es sei ihr nicht leicht, über dieses Thema vor Deutschen angesichts der gemeinsamen Geschichte zu sprechen. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, daß durch ihre Beschreibung der schmerzlichen Veränderungen in den tief eingewurzelten Ansichten, die Juden über Araber und sich selbst haben, die Zuhörer

 

eine Vorstellung bekommen von der Einstellung, die sie selbst zu Minderheiten im eigenen Land haben. Dies sei eine lebenslange Aufgabe, an der wir stetig arbeiten müssen, denn wir kämpfen gegen den sehr natürlichen Wunsch sich als Gruppe dadurch gut zu fühlen, daß man andere heruntersetzt. Dieser Prozeß kann nur geführt werden, wenn man im Dialog zwischen beiden Gruppen bleibt.

Dr.Lutfi Laham, der griechisch-katholische Erzbischof von Jerusalem, sprach über die Lage der Christen in Israel und Palästina. Nach israelischen Zahlen gehören z.Zt. von den 160.000 Christen in Israel 42% zur griechisch-katholischen, 32% zur orthodoxen und nur 16% zur römisch-katholischen Kirche. Die Bezeichnung „Minderheit" für die Christen gefalle ihm nicht. Jahrhundertelang waren die Christen die Mehrheit der Bevölkerung. Im Augenblick seien sie im Vergleich zu den Juden in Israel und den Muslimen in Palästina nur eine kleine Zahl, aber Christen lebten seit nahezu 2000 Jahren im Lande, wo das Christentum entstanden ist. Trotz ihrer kleinen Anzahl fühlen sie sich als lebendiger Teil der arabischen Gesellschaft, ihrer Kultur und Sprachgemeinschaft. Er hoffe, daß der Friedensprozeß Erfolg haben und u.a. die Abwanderung von Christen aus dem Nahen Osten beenden und auch die Rückkehr von christlichen Pallästinensern aus dem Exil ermöglichen werde.

Dr.José Otero vom „Landeszentrum für Zuwanderung NRW" sprach über Ausländergruppen in Deutschland. 1998 lebten 7.319.593 Ausländer ohne deutschen Paß in Deutschland, darunter 2.110.223 Türken und 719.419 Jugoslawen. Sie sind bisher nicht als Minderheiten anerkannt, sondern gelten als Gastarbeiter, Asylsuchende, Flüchtlinge usw., die bestimmte Rechte und soziale Ansprüche haben. Nur drei anerkannte Minderheiten, Sorben, Friesen und Dänen, haben einen deutschen Paß und erfreuen sich bestimmter Rechte der eigenen Kultur. Es sollte mehr getan werden, um die vorher genannten größeren Gruppen zu integrieren. Asylsuchern z.B. sollte das Recht gewährt werden, den Lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu verdienen und nicht nur auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.

Arbeitsgruppen, Diskussionen im Plenum und mit dem Podium der Referenten vertieften die Kenntnisse und die eigene Einsicht. Eine Ausstellung „Unter Vorbehalt", die vorher im Deutschen Bundestag gezeigt worden war, illustrierte das Thema des Seminars. Sie stellte Schicksale von Rückkehrern aus dem Exil vor, die nach dem Ende des Naziregimes am demokratischen Aufbau Deutschlands mitwirkten.

Bei allen Teilnehmern wurde der Wille gestärkt sich für den Frieden im Nahen Osten und die Belange der Minderheiten dort und in Deutschland einzusetzen.

Das Erreichte sichern !

1980 hatten wir Neve Shalom zum ersten Mal besucht. Wenn wir das heutige Bild des Dorfes mit dem vor fast 20 Jahren vergleichen, welch ein Fortschritt! Damals führte nur ein von vielen Löchern unterbrochener Schotterweg auf den Hügel. Eine runder, aus Schilf geflochtener Pavillon begrüßte einen am Eingang des bescheidenen, gerade entstehenden Dorfes mit einigen Hütten. Es sah noch sehr rudimentär, sehr schlicht aus.

Heute gibt es einen richtigen Kindergarten und eine sechsklassige Schule, die für die vielen Kinder, die jüdische und arabische Familien der Umgebung dort einschulen wollen, viel zu klein geworden sind. Die hohe Qualität der zweisprachigen Erziehung im Geist der Toleranz und Gleichberechtigung hat sich herumgesprochen. Das Erziehungsministerium hat die Schule inzwischen als Experiment und Modell anerkannt, gibt ihr als Privatschule leider nur einen Zuschuß von etwa 25% der laufenden Kosten. Die Eltern tragen weitere 25%, der Rest muß durch Spenden aufgebracht werden. Seit Herbst 1999 unterstützt auch das Kindermissionswerk in Aachen die laufenden Kosten der Schule aus Sternsinger-Mitteln, indem es zu den von uns dafür gesammelten Spenden 50% dazu tut.

Auch die Friedensschule hat sehr großen Zuspruch. Da sie ihre Kosten nicht aus Teilnehmerbeiträgen decken kann und vom Staat keine Zuschüsse erhält, kann sie nur so viele Programme für Schüler, Studenten, Lehrer und andere Berufsgruppen halten, wie Freunde in aller Welt dafür Mittel zur Verfügung stellen. Da die von den Politikern erreichten Fortschritte im Friedensprozeß nur dann Erfolg haben werden, wenn sie im Volk eine breite Zustimmung finden, ist es sehr wichtig, daß noch mehr Juden und Palästinenser an den Seminaren und workshops der Friedensschule teilnehmen.

Die einzige Abteilung des Dorfes, die sich heute selbst trägt, ist das moderne herrlich über dem Ayalontal gelegene kleine Hotel. Es sorgt für die Übernachtung und Verpflegung der Teilnehmer der Friedensschule und freut sich über Gruppen aus dem Ausland, die es als Unterkunft oder für Seminare nutzen. Seit diesem Jahr ist durch die Mitarbeit von Barbara Meyer – siehe Rundbrief Juni 99 - auch eine deutschsprachige Betreuung gesichert. Aber leider können nicht alle Anfragen berücksichtigt werden. Mit mehr Zimmern könnte das Hotel Zuschüsse zur Deckung der Kosten der pädagogischen Einrichtungen des Dorfes erwirtschaften.

Immer wieder erhalten wir dringende Bitten aus dem Dorf, Geld zu überweisen, damit es fällige Gehälter der Pädagogen bezahlen kann. Die jetzige Situation, daß Schule und Friedensschule sozusagen von der Hand in den Mund leben, darf auf Dauer nicht so bleiben. Wenn wir mehr Mitglieder oder Förderer hätten, könnten wir mehr Zuschüsse zusichern. Wir legen deshalb ein Blatt mit Fragen und Antworten zum Friedensdorf bei, das sie nicht nur lesen, sondern auch zur Werbung bei Freunden, in Vereinen, Pfarrgemeinden etc. nützen und auch leicht vervielfältigen können.

Schweizer Freunde haben aus einem Erbe den Grundstock zu einem Fonds geschaffen, dessen Erträge einige Zuschüsse für die pädagogische Arbeit leisten. Dieser Fonds mit festgelegtem Kapital soll ausgebaut werden, damit die Jahresplanung für die friedenspädagogische Arbeit verlässlicher wird und die Mitarbeiter mehr Sicherheit für ihren Arbeitsplatz erhalten. Wir überlegen auch die Einrichtung einer Stiftung zu dem Zweck. Für Anregungen und Zusagen wären wir sehr dankbar. Zuwendungen bitte entsprechend nennen.

 


Jahrestagung 15. - 17. September 2000:

„Wege zum Frieden zwischen Kulturen und
 Traditionen der Völker in Israel und bei uns"

Von Martin Buber‘s Gedanken zur jüdisch–arabischen Frage ausgehend soll u.a. multikulturelles Lernen in Neve Shalom/Wahat al Salam vorgestellt werden.

 

Eine Buchempfehlung:

Deutsche, Israelis und Palästinenser – Ein schwieriges Verhältnis"
Gisela Dachs (HG)

Palmyra Verlag Heidelberg 1999.

Die Korrespondentin der ZEIT legt in dem Buch Berich-te aus Israel/Palästina von 17 deutschsprachigen Kollegen vor, die sehr unterschiedliche Blickwinkel verraten. Das macht das Buch umso lebendiger und lesenswerter. Es sind keine „Journalistischen Schnellschüsse zum Thema Nahost", die einem nach einem kurzen Auf-enthalt einfallen. „Je länger man sich in der Region auf-hällt, desto vielschichtiger stellt sie sich einem dar und desto mehr plagt einen das Gewissen, ob man die Dinge denn tatsächlich so klar und deutlich darstellen kann, wie man sie zu sehen glaubte" schreibt Peter Philipp (Deutsche Welle). Das Buch gibt Einblicke in die manchmal schwierige Arbeit der Reporter, aber auch in die komplizierte Situation der beiden betroffenen Völker und unser Verhältnis als Deutsche zu ihnen.

 

a110.gif (1488 bytes) Rundbrief (June 99)

© 1999 Verein der Freunde von Neve Shalom/Wahat al-Salam
e.V. Geschäftstelle: Sonnenrain 30, 53757 Sankt Augustin.

Revised: 16-Dec-2001.