Rundbrief               06 / 2000

 

Gott nur mit uns oder mit allen?

Am 29.3.2000 wurde der Grundschule ihr neuer mit einem prächtigen Regenbogen geschmückter Spiel­platz übergeben. In der Bibel steht, daß Gott nach der Sintflut den Regenbogen zu einem ewigen Zeichen seines Bundes mit allen Lebewesen auf der Erde ge­macht hat (Gen 9,12f). Barbara Meislin hat diesen Spielplatz zum Andenken an ihre verstorbene kleine Tochter Lori gestiftet, damit die jüdischen und arabischen Kinder auch im Spiel zu einander finden können. Diese Gemeinsamkeit ist anderen ein Dorn im Auge. RabbI Ovadia Yosef, der Mentor der Shass-Partei, verfluchte im Mai 2000 in einer Sabbat-Predigt den Erziehungsminister von Israel Yosi Sarid, weil der Juden und Araber gemeinsam erziehen wolle.

Ca. 20 % der Staatsbürger Israels sind de facto nicht gleichberechtigt. Als Araber werden sie als ein Risiko für die Sicherheit des Staates angesehen und sind aus vielen Berufen und Studien ausgeschlossen. Mit Ausnahme der Drusen werden sie nicht zum Militär einbe­rufen. Dies wirkt in der beruflichen Entwicklung als Hin­dernis. Arabische Parteien gelten als nicht koalitionswürdig, wenn auch ihre Stimmen in der Knesset zählen. Bei dem in über 50 Jahren durch nichts bestätigten Verdacht wird übersehen, daß die Rechtstaatlichkeit und die Demokratie des Staates von einer ganz anderen Seite bedroht wird, von einem Teil seiner jüdischen Bevölkerung, der sich dafür auch noch bezahlen läßt. Ovadia Yosef weigerte sich Ende April Premierminister Barak zu treffen, bevor dieser eine zusätzliche Zahlung an das private ultraorthodoxe Erziehungssystem von Shass zugesagt habe. Sarid und seine Meretz-Partei erklärten die Koalition zu verlassen, wenn Barak entgegen den Richtlinien des Erziehungsministeriums der Forderung der ultraorthodoxen sfardischen Partei nachgibt, ihr über die monatlichen Zuschüsse noch weitere 50 Millionen Shekel ohne Rechnungslegung zu geben. Shass ist zwar in der Regierungskoalition, hat aber ein sehr distanziertes Verhältnis zum Staat und seinen Institutionen. O.Yosef erklärte z.B. in einer öffentlichen Predigt am 18.3.2000 „Gott versucht uns. Er hat über uns diesen Yosi Sarid gebracht, diesen Satan, sein Name soll ausgelöscht wer­den....Wie können wir weiter unter diesem Gottlosen leiden? Gott wird ihn vernichten, wie er Amalek ver­nichtet hat. Haman ist verflucht! Yosi Sarid ist verflucht!“ Generalstaatsanwalt E.Rubinstein hat wegen dieser Äußerungen ein Ermittlungsverfahren angeordnet, gegen das Shass massiv demonstrierte.

 

Bei der Eröffnung des Spielplatzes.
Neben Frau Meislin
der Schulleiter Boaz Kitain.

Wenn Yosef danach auch erlärte, daß er nicht zu physischer Gewalt gegen Sarid aufgerufen habe -das sei nicht der Weg der Thora- , so verglich er doch in der Predigt vom 24.3. den Erziehungsminister mit dem Pharao, der die Juden versklavt hatte. Dieser habe nie solche Verordnungen erlassen wie Sarid. Gemeint war u.a. die verlangte striktere Finanzkontrolle des Shass-Schulystems durch die Regierung.

Im Juli 1999 hatte eine Meinungsbefragung starke emotionelle Widerstände in der israelischen Bevölkerung gegen den Friedensprozeß geoffenbart:

80 % der ultra-orthodoxen und nationalreligiösen Israelis sind überzeugt, daß „Frieden ein linker Wert ist, der für die Integrität des Landes Israel gefährlich sei“. 80 % von ihnen glauben nicht an die Aufrichtigkeit der Palästinenser, 53 % glauben nicht daran, daß man mit Sy­rien zu einem Frieden kommen könne, ungefähr 50 % sind gegen jeden Kompromiß, der mit Rückgabe von Land verbunden ist. Die Umfrage ergab auch, daß ob­wohl die Mehrheit die Autorität der Gerichte anerkenne, doch 30 % der Israelis die Autorität der Rabbiner über die des israeli­schen Gesetzes und über die De­mokratie stellen. Die Ablehnung der Demokratie zeigt sich auch in der Haltung zu den Arabern: 68 % der Israelis meinen, daß Arabern keine gleichen Rechte zustehen.

Daniella und Boaz Kitain, deren Sohn Tom bei einem tragischen Hubschrauber-Unfall der israeli­schen Armee ums Leben kam, stellten uns beim Treffen der Freundeskreise eine beeindruckende Initiative vor, in der sie mitmachen. Der Gründer Yitzhak Frankenthal, dessen Sohn von Terroristen entführt und getötet worden war, erklärte uns, wie er sich mit Eltern gefallener und ermordeter Kinder für den Frieden einsetzt. Er, selbst ein religiöser Jude, hat nach dem tragischen Verlust seines Sohnes seinen Beruf als erfolgreicher Indu­strieller aufgegeben, um sich ganz für echte religiöse Werte in der israelischen Gesellschaft einzuset­zen. Die Arbeit, die er seinem Sohn widmet, gelte allen Kindern Israels und Palästinas. Sie werde zwar die toten nicht zurückbringen, soll aber helfen, daß die lebenden am Leben bleiben.

Frankenthal stützt sich auf die jüdische Überlieferung:

"Frieden, Gerechtigkeit und Achtung der Menschenrechte sind verbun­den. Leben und Leben retten sind in der jüdischen Religion höchste Werte. "

Für Eltern, die ihre Kinder durch Kriege oder Terror verloren haben, gebe es zwei Möglichkeiten. Die eine: in Zorn und Feindschaft die andere Seite zu beschuldigen, die zweite: zum Verständnis zu kom­men, daß die gegenwärtige Situation die Hauptschuldige ist und dementsprechend zu handeln. Seine Organisation führt Begegnungen zwischen israelischen und palästinensischen Eltern durch, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Diese Treffen, auch die mit israelischen Jugendlichen und Erwachsenen, sogar mit Siedlern, können zu Veränderungen in den Ansichten führen. Mit einander reden, zuhören und diskutieren, offenbleiben für weitere Kommunikation ist die Methode. Hoffen wir, daß Daniella und Boaz mit ihm und den anderen Eltern Erfolg haben, in der jüdischen Gesellschaft mehr Raum für Frieden und Demokratie zu ge­winnen.

Die Eltern, die ihre Kinder in die Grundschule von Neve Shalom/Wahat al Salam schicken, nutzen diese Chance zur Verständi­gung und damit für eine friedliche Zukunft ihrer Kinder.

Wir wollen Sie dabei unterstützen.
H.Sieben  

 

Das zweisprachige
Erziehungssystem im Dorf

entwickelt sich prächtig. Die Zahl der Kinder wächst stetig. Zur Zeit gibt es aus dem Dorf und der Umgebung 210 Schüler in der sechs­klassigen Grundschule, dazu kommen noch 40 Kinder in Kinderkrippe und Kindergarten. Wenn unsere Anstrengungen der finanziellen Unterstützung damit Schritt halten können, wird im September 2002 aus der dann 7.Klasse eine Junior High School werden. Im Schuljahr 1996/97 konnte erstmals der erste Jahrgang in zwei parallele Klassen eingeschult werden. Auch im kommenden Schuljahr ab September sollen wieder zwei 1.Klassen mit je 24 Schülern, davon je 12 jüdische und 12 arabische, beginnen. Wegen der besonderen Anforderungen des zweisprachigen Unterrichts soll die Klassengröße 24 Schüler nicht übersteigen. In das israelische Schulsystem soll jetzt Friedenserziehung als Fach eingeführt werden. Daher kommen immer mehr Lehrer aus dem ganzen Land ins Friedensdorf, um sich über die Methoden der als Modell zweisprachiger Erziehung anerkannten Grundschule zu informieren. Die Schulleitung wurde kürzlich von Erziehungsminister Yosi Sarid empfangen, der sie ermutigte. Ob sich das auch in einer stärkeren Unterstützung auswirkt, bleibt abzuwarten.

 

Treffen der internationalen Freundeskreise

Im März 2000 trafen sich Verant­wortliche der Freundeskreise aus den USA, Dänemark, Frankreich, Israel, Italien, England, Schweden, Belgien, den Niederlanden und Deutschland, um sich ein Bild von der Entwicklung des Dorfes zu machen, zu sehen, was mit den Spen­den erreicht worden ist und mit einander die weitere Unterstützung zu koordinieren.

Das gemeinsame Treffen begann mit einem Empfang in der völlig neugestalteten Lobby des Gäste­hauses. Es ist nun eine Empfangs­halle, die sich sehen lassen und in der man sich am Abend auch wohlfühlen kann. Es war ein gelungener Auftakt, der neue "Chef" zeigte mit kleinen geschmackvollen Häppchen sein Können. Nach dem Dank an die deutschen Freunde, die diesen Umbau durch ein Darlehen aus den für das Volontärshaus gesammelten Mitteln ermöglicht haben, konnten wir die beruhigende Mitteilung machen, daß das Hotel nur noch 30.000,- DM zurückzahlen muß, weil die Evangelische Kirche im Rheinland für die Renovierung des Gästehausess vor kurzem 20.000,- DM überwiesen hat.

Die Konferenz lief dann vom Mittwoch bis Freitag mit Vorstellungen der einzelnen Abteilungen.

Die Arbeit der Friedensschule und ihre starke Auswirkung ins Land hinein wurde dabei u.a. von 3 auswärtigen Professoren und einer ehemaligen Teilnehmerin dargestellt. Im Schuljahr 98-99 nahmen 900 Oberschüler, je zur Hälfte Juden und Araber an 21 mehrtägigen Begegnungen teil. Einmal im Monat gab es Wochenende für Universitätsstudenten aus Israel, manchmal auch mit Teilnehmern aus den palästinensischen Gebieten. Ein Kurs wurde in Zusammenarbeit mit einem palästinensischen Partner für Studenten der Sozialarbeit aus Is­rael und Palästina veranstaltelt. Zusammen mit Beit Berl wurden Begegnungen in der Freizeit für israelische und palästinensische Jugendliche aus Kafar Saba, Taibeh und Nablus durchgeführt. Die Kurse an den Universitäten wurden erfolgreich fortgesetzt.

Außerdem gab es u.a. workshops für Frauen, Lehrer usw.

Die Grundschule entwickelt sich prächtig (s.S.2!).

Das Überleben des Dorfes mit seiner friedenspädagogischen Arbeit in Zukunft zu sichern soll Aufgabe einer Stiftung werden. Unser Vorschlag war, daß das Hotel durch den Ausbau über die bisher vorhandenen 39 Zimmer in die Lage versetzt wird, Zuschüsse für die pädagogischen Einrichtungen zu leisten. Wir suchen dafür und auch für dringende Renovierungen und die nötige Erneuerung der Küchengeräte noch Sponsoren.

Im Rahmenprogramm besuchten wir u.a. die Abtei Latroun. Abt Paul betonte, wie sehr er sich über die gute Zusammenarbeit freue. Er denke daran auf dem Hügel über der Abtei bei den Kreuzfahrerruinen einen Gebetsraum für Juden, Christen und Muslime zu schaffen.

Am Samstag waren wir noch in Gaza, sahen dort die entsetzliche Not des überbevölkerten Gebietes.

  Dort trafen wir u.a. den Vorsitzenden des Roten Halbmonds von Gaza, Dr. Haider Abdel Shafi, Leiter der palästinensischen Delegation bei der Konferenz in Madrid, ein kluger und kritischer Mann, kritisch auch zur palästinensischen Regierung. Wir besuchten auch die soziale und medizinische Einrichtung, die die Dorfgemeinschaft auf Initiative von Rajek im Flüchtlingslager Jeballya unterstützt.

Die Voluntäre machten einen sehr zufriedenen Eindruck. Wie sie erklärten, haben sie gute Kontakte zur Dorfgemeinschaft und tun auch selbst etwas dafür. So hatten sie diese z.B. zu einem Grillabend ein­geladen.

Auch der Doumia-Arbeitskreis für interreligiöse Gespräche und das Zentrum für Kunst als Mittel der Verständigung stellten sich vor.

Die Freundeskreise haben die weitere Zusammenarbeit in einem Beratungsgremium für das Dorf vereinbart.

Bücherschau

Die Kinder von Bethlehem

Dokumentation: Ellen Rohlfs u. Muna Hamzeh-Muhaisen,      
Vorwort Dr.Mitri Raheb
,          
Verlag: meinhardt text u. design, 65510 Idstein

Bethlehem, den Namen kennt jeder aus den Weihnachtsliedern. Bilder aus Bethlehem sehen wir zumindest an Weihnachten im Fernsehen und in den Zeitungen, zuletzt auch vom Papstbesuch in der Geburtsstadt Jesu. Doch was wissen wir von der Stadt Bethlehem? Nicht nur von ihrer über 3000 jährigen Geschichte, sondern vom Leben ihrer Menschen heute? Doch recht wenig! Aus der Stadt Davids und Jesu, die jetzt eine muslemische Bevölkerungsmehrheit hat, haben Ellen Rohlfs u. Muna Hamzeh-Muhaisen Berichte gesammelt, die zu lesen sich lohnt. Neben Zeitungsreportagen von Israelis und Palästinensern kommen in dieser Sammlung vor allem Menschen selbst zu Wort, die in der Stadt leben, die seit kurzem unter palästinensischer Verwaltung steht. Vorher mußte sie türkische, englische und israelische Besatzung erdulden. Kinder und Erwachsene schildern ihr Schicksal im Flüchtlingslager, in der Intifada; im Gefängnis usw. Wir lesen von ihren Problemen, z.B. mit der mangel­haften Wasserversorgung, fehlen­den Abwasserentsorgung und der daraus herrührenden bedrohlichen Gesundheitssituation. Ellen Rohlfs bemüht sich aber, den bedrücken­den Schilderungen auch Zeichen gegenüberzustellen, die Hoffnung auf eine positive Veränderung machen. Sie berichtet über das Engagement von Israelis und Palästinensern die Gräben des Hasses zu überwinden. Ein von ihr hervorgehobenes Beispiel, das ihr Grund zur Hoffnung gibt, ist unser nur 50 km Luftlinie von Bethlehem entferntes Friedensdorf.

Friedensinitiative im Kosovo

Die italienischen Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam beteiligen sich im ganzen Jahr 2000 an einer italienischen Initiative „Saaten des Friedens im Kosovo“. Sie möchte den ethnischen Gruppen, die dort mitein­ander im Konflikt liegen, vermitteln, wie sie gemeinsam überleben können. Projektkoordinator ist Rafaelo Zini vom Vorstand der italienischen Freunde, unterstützt wird er dabei von Abdessalam Najjar aus dem Frie­densdorf in Israel. Der zentrale Platz der Aktion ist das aus den Medien bekannte Mitroviza, wo Serben, die nördlich des Flusses leben, mit Albanern im südlichen Stadtteil noch immer im Krieg leben, dessen erneutes Ausbrechen nur durch die europäischen Friedenstruppen verhindert wird. Doch wie soll es weitergehen? Die Initiative will Lehrer und Gruppenleiter in der Arbeits­weise der Friedensschule von Neve Shalom/Wahat al Salam schulen. Zunächst geschieht die Erziehungsarbeit in zwei getrennten Gemeinschaftszentren, eine im serbischen und eine im albanischen Sektor. Das erste Ziel ist, die Identität der Jugendlichen der beiden Ge­meinschaften zu stärken, die sich noch immer mit den schweren psychologischen Folgen eines grausamen Bürgerkriegs auseinandersetzen müssen. Nach einer Weile will man eine Reihe von Leitern aus beiden Ge­meinschaften auswählen und sie (wahrscheinlich nach Italien) zu Seminaren in der Arbeitsweise der Friedens­schule einladen. So soll über die Brücke aus Steinen, die so oft Schauplatz der Auseinandersetzungen war, eine Brücke von Menschen gebildet werden, die über die Begegnung eine neue Solidarität bauen will.  

Mitgliederversammlung

Am 16.9.2000 um 19.30 Uhr findet im Hedwig-Dransfeld-Haus in Bendorf die jährliche Mitgliederversammlung unseres Vereins mit Rechenschaftsbericht des Vorstandes statt. Wir laden alle Mitglieder herzlich ein!

 

 

Die Jahrestagung

findet vom 15. - 17.9.2000 im Hedwig-Dransfeld-Haus Bendorf statt zum Thema:

„Wege zum Frieden zwischen Kulturen und Traditionen der Völker in Israel und bei uns“

Von Gedanken Martin Buber‘s zur jüdisch–arabischen Frage ausgehend soll u.a. multikulturelles Lernen in Neve Shalom / Wahat al Salam vorgestellt werden. Es hat Vorbildcharakter für Schulen und Bildungsstätten in Israel. Was können wir davon für unsere Bildungs- und Gemeindearbeit in Deutschland und Europa profitieren?

Zielgruppe: Alle am Frieden im Nahen Osten und an multikultureller Bildungs- und Gemeinwesensarbeit Interessierten. Wie seit Jahren werden wir uns mit Hilfe von ausgezeichneten Referenten aus Israel, Palästina und Deutschland mit der Problematik im Plenum und in Arbeitsgruppen auseinandersetzen. Das Programm geht nach Anmeldung (bitte bis 21.8.!) zu. Leider hat sich das Tagungshaus gezwungen gesehen, die Ko­sten etwas zu erhöhen. Dies wirkt sich auf den Teilnahmebeitrag aus. Noch mehr Sorge bereitet uns die Mitteilung der Bundeszentrale für politische Bildung, daß sie uns wegen drastischer Kürzungen ihres Haus­halts in diesem Jahr keinen Zuschuß geben kann. Wir bemühen uns z.Zt. weiter um eine Förderung. Die Teilnahmegebühr (s.u.!) wird aber bleiben.  

A N M E L D U N G

Zur Tagung der Freunde von Neve Shalom / Wahat al Salam e.V. vom 15.-17.9.2000 in Bendorf bei Koblenz melde ich mich an. Ich möchte übernachten:  

      im Zweibettzimmer im Haupthaus (Dusche/WC auf der Etage) für DM 140,-

·      im Einzelzimmer im Haupthaus (Dusche/WC auf der Etage) für DM 150,-

·      im Zweibettzimmer im Martinshaus (mit D/WC) für DM 170,-

·      im Einzelzimmer im Martinshaus (mit D/WC) für DM 200,-

·      im Mehrbettzimmer für Schüler, Studenten, Erwerbslose für DM 110,-

·      möchte teilnehmen, ohne im HDH zu übernachten, für DM 100,-

·      Teilnahme ohne Übernachtung für Schüler, Studenten, Erwerbslose für DM 75,-  

Den Beitrag für die Tagung (mit Vollverpflegung) über­weise ich auf ein Konto des Vereins. Die Zimmer werden nach Eingang der Anmeldung und Möglichkeit vergeben.

Name:...............................................................................

Anschrift:..........................................................................

.........................................................................................

Tel/Fax:................................ email:

Datum:.........................

Unterschrift

Zutreffendes bitte ankreuzen und die Anmeldung an die Geschäftstelle (s.u.!) senden! Wer seine Anschrift nicht in der ausgelegten Teilnehmerliste haben möchte, möge dies bei der Anmeldung angeben.  

  Eine Bitte an alle Leser: Bitte nutzen Sie das beigelegte Überweisungsformular nicht nur we­gen der hohen Kosten für Druck und Porto! Mit einer hochherzigen Spende unterstützen Sie die so wichtige Arbeit unserer Freunde im Friedensdorf der Erziehung zum Frieden für die jüdische und arabische Bevölkerung Israels und Palästinas, vor allem ihrer Jugend.

 

Gast in Neve Shalom/Wahat al Salam

Jeder, der nach Israel fährt, sei es als Pilger, sei es bei einer Bildungs- oder Urlaubsreise wird Jerusalem, die Heilige Stadt der Juden, Christen und Muslime‚ mit ihrer großartigen Geschichte von über 4 Jahrtausenden besuchen. Auf dem Weg vom Flughafen dorthin kommt man nach etwa 25 Minuten auf der ersten Steigung an Neve Shalom/ Wahat al Salam vorbei. Man sieht das Dorf kurz nach der Autobahnkreuzung Latroun rechts auf dem Hügel liegen.

Wir wollen Sie, auch alle, die noch nicht dort waren, herzlich einladen in das Friedensdorf zu kommen. Dort kann man sich aus erster Hand von Juden und Palästinensern über die Situation der Menschen in Israel und den Friedensprozeß im Nahen Osten informieren lassen. Rundbriefe oder Vorträge in Deutschland können dies nicht so deutlich darstellen, auch nicht, was an friedens-pädagischer Arbeit im Dorf geschieht.

Die beste Gelegenheit dazu gibt ein Seminartag über diese Themen (ein Angebot folgt). Man kann auch mehrere Tage da wohnen und von dort sein Programm in der Mitte Israels gestalten. Das Kloster Latroun, die Kreuzfahrerruine‚ La Torre des Chevaliers‘ und Emmaus sind auf einem Wander­weg am Wald entlang gut zu Fuß erreichbar. Nach Jerusalem und Tel Aviv kommt man mit dem Auto nach etwa einer halben Stunde. Das auch mit Spenden aus Deutschland errichtete Gästehaus verfügt über 39 Bungalows mit 1-4 Betten und allen Bequemlichkeiten, einen Speisesaal mit vor­züglicher Küche, eine Rezeption mit Aufenthaltsraum, Konferenzräume und eine Veranstaltungs­halle sowie im Sommer auch über ein Schwimmbad. Die Aussicht über das Ayalontal ist einzigartig. Für den weiteren Ausbau, z.B. mit mehr Bungalows, suchen wir Sponsoren.

Wir empfehlen allen Freunden, die an einer Reise nach Israel teilnehmen wollen, die Veranstalter rechtzeitig auf das Friedensdorf hinzuweisen.

 Dies aus zwei Gründen:

1)  Viele Gruppen haben schon z.B. bei Reisen im Rahmen der Fortbildung von Fachkräften der Jugendarbeit mehrere Tage in Neve Shalom/ Wahat al Salam zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer gewohnt und dort auch geistig gearbeitet. Alle, die schon dort waren, werden das bestätigen. Es lohnt sich.

2)  Unterstützen wir dadurch auch das Friedensdorf und seine pädagogische Arbeit, die immer ein Zuschußbetrieb bleiben wird. Das Gästehaus mit seiner günstigen Lage ist für das Dorf die einzige Möglichkeit, auch finanziell selb­ständiger zu werden.

Hilfe zur Selbsthilfe ist die beste Art zu helfen, da sie die Abhängigkeit des Empfängers vom Geber mildert. In unserem Fall kann er sich mit vorzüglichen Angeboten der Gastfreundschaft revanchieren. Auch Einzelreisende oder Familien mit Mietwagen können von Neve Shalom/Wahat al Salam aus viel von Israel sehen.

Es empfiehlt sich Reservierungen rechtzeitig vorzunehmen, damit man, wenn der geplante Termin schon besetzt wäre, die Möglichkeit hat, mit dem Hotel einen anderen Tag während der Reise zu finden. Dies kann das beauftragte Reisebüro regeln, man muß ihm nur von vornherein sagen, daß man auf einen Besuch im Friedensdorf Wert legt.

Wegen der Nähe zum Flughafen nutzen manche Gruppen das Gästehaus für den Beginn oder den Abschluß der Reise.
Im Dorf gibt es auch fast immer deutsche Volontäre. Eine ehemalige Volontärin, Frau 

Barbara Meyer, die zur Zeit in Jerusalem an ihrer Doktorthese arbeitet, steht deutschen Gruppen auf Anfrage bei Seminartagen als Sprachmittlerin und Koordinatorin zur Verfügung.

Es folgen Angebote für den Besuch (als Beispiel): Bitte wenden Sie sich an das Gästehaus für wei­tere Informationen oder wegen besonderer Wünsche z.B. nach eigenen Themen.

Ein Tag für Freunde von
Neve Shalom/Wahat al Salam

 

Vormittags: 

Einführung zu Neve Shalom/Wahat al-Salam:
Geschichte, Gegenwart und Perspektiven (mit Rundgang)

Kaffeepause

 

Seminar zur Friedenspädagogik

in Neve Shalom/Wahat al-Salam
Positionen, Meinungen und Methoden

Mittagessen  

Workshop:Der jüdisch-palästinensische Konflikt in Israel und wir Deutsche - weit weg, verantwortlich, verbunden?

Abendessen

 

Orientalischer Abend mit jüdischen Geschichten, erzählt vom Geschichtenerzähler und Schauspieler Shai Schwarz;oder mit einer Einführung in arabische Musik vom Musiker Ibrahim Chatib

Übernachtung   -   Frühstück

 

Workshops: Daniela Kittain, Ibrahim Chatib,
Shai Schwarz (engl., Übersetzung möglich)

Koordination und Seminar: Barbara Meyer (dt.)

 

 

Preise: 

bullet

Tag für Freunde (Programm und Mittagessen) pro Person: 37 $ (mind. 15 Personen)

bullet

Tag für Freunde (Programm mit Übernachtung und drei Mahlzeiten) pro Person: 68$, bei über 20 Personen: 60$, (in der Hauptsaison 72$)

 

Bitte beachten: Das Programm "Tag für Freunde" kann freitags oder samstags leider nicht stattfin­den, Unterkunft schon. Anfragen an die umste­hende Anschrift!

 

 

  

Neve Shalom/Wahat al Salam ist ein vor 25 Jahren gegründetes Dorf, in dem jüdische und palästinen­sische Staatsbürger Israels aus eigenem Entschluß zusammenleben. Die nun 40 Familien wollen zei-gen, daß gute Nachbarschaft zwischen Angehöri-gen der beiden Völker möglich ist. Grundlagen der gewollten Gleichberechtigung sind der gleich hohe Anteil beider Volksgruppen an der Gemeinschaft und die Gleichberechtigung der beiden Sprachen Arabisch und Hebräisch in der Bildungsarbeit. In der sechsklassigen Grundschule für Kinder des Dorfes und der Umgebung und in der Friedens­schule werden beide Voraussetzungen beachtet. An den Seminaren der Friedensschule haben bis­her über 25.000 jüdische und palästinensische Jugendliche, Studenten, Lehrer usw. aus dem ganzen Land teilgenommen.

Für weitere Informationen in Israel:

Neve Shalom/Wahat al Salam Guest-House    
99761 Doar Na Shimshon, Israel

Tel: 00972-2-991760, Fax: 00972-2-9917412

e-mail: hotel@nswas.com, internet http://nswas.com

in Deutschland:

Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam e.V.

Sonnenrain 30, D-53757 Sankt Augustin,

Tel:02241-331153, Fax: 02241-396549

Kreissparkasse in Siegburg,       
BLZ 386 500 00, Kt 032000986

Spenden sind steuerlich abzugsfähig

 

 

 a110.gif (1488 bytes) Rundbrief (Dez 99)

 a110.gif (1488 bytes) Rundbrief (June 99)

© 2000 Verein der Freunde von Neve Shalom/Wahat al-Salam
e.V. Geschäftstelle: Sonnenrain 30, 53757 Sankt Augustin.

Revised: 16-Dec-2001.